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Die wichtigsten Börsengrundsätze
MAXIMEN ZUR URTEILSBILDUNG
Allgemeine Empfehlungen
Je länger der Anlagehorizont eines Anlegers ist und je länger der Investitionszeitraum, desto weniger spekulativ wird ein Investment und desto grösser ist die Chance, dass eventuelle Kursrückschläge wieder aufgeholt werden (was aber nicht heissen soll, dass man an schlechten Titeln festhalten soll) und am Ende ein positives Ergebnis erzielt wird. Über sehr lange Betrachtungszeiträume haben Aktien deutlich höhere Renditen als Renten erzielt, kurz- und mittelfristig gibt es jedoch bei Aktien oft äusserst schmerzhafte Verluste.
Am wichtigsten ist es, am Anfang des Investitionsprozesses die eigene Risikotoleranz korrekt zu ermitteln. Wieviel Verlust im Portfolio toleriert man psychologisch? Welche Kursrückgänge verkraftet man finanziell, wenn man zum Beispiel von einem bestimmten Vermögen leben muss. Bei der Strukturierung des passenden Portfolios, dem Anlagemix, kommt es zuerst darauf an, dass diese Risikovorgaben auch in einem worst-case-Szenario nicht überschritten werden, erst im zweiten Schritt geht es um die angestrebte Rendite und ob diese bei den dann gegebenen Risikoparametern erzielbar ist. Auf keinen Fall dürfen die eigenen Risikobeschränkungen ausgehebelt werden, weil unbedingt eine höhere Rendite angestrebt wird. Dies führt bei grossen Kursrückgängen dazu, dass Anleger ihre Positionen glattstellen und Verluste realisieren, die dann nur noch sehr schwer wieder aufgeholt werden können. Um einen Verlust von 50% wieder aufzuholen, müssen die Kurse um 100% steigen.
Zeit lassen bei der Anlageentscheidung, sorgfältig prüfen. Bei der Aktienauswahl unter anderem die aktuellen Unternehmensnachrichten, den Chart, und die neuesten Analystenkommentare.
Nie alles auf eine Karte setzen, Diversifizieren ist die wichtigste Regel beim Aufbau eines Portfolios (s. auch Theorie von Markowitz)
Nie versuchen, ein fallendes Messer aufzufangen (Never catch a falling knife). Wenn Aktien stark fallen, hat das meistens ganz reale Gründe, auch wenn die der breiten Öffentlichkeit nch nicht bekannt sind.
Insbesondere wenn Wertpapiere auf Kredit gekauft werden, müssen Verluste einkalkuliert werden (bezogen auf das Eigenkapital fallen Verluste von Titeln je nach der Höhe der Beleihung entsprechend höher aus) und diese muss man als Anleger verkraften können, finanziell und psychologisch. Bei Käufen auf Kredit muss der Anleger in der Lage sein, erforderliche Nachschüsse zu leisten, wenn er an dem Investment festhalten möchte.
Alle im Besitz befindlichen Vermögensgegenstände müssen laufend überwacht werden, ganz besonders volatile Wertpapiere.
Investieren Sie nie in Wertpapiere oder sonstige Anlagen, die Sie (oder eine Person Ihres absoluten Vertrauens) nicht verstehen.
Prüfen Sie immer Alternativen, vergleichen Sie Renditen und Bewertungen.
Ignorieren Sie „heisse Tips“
Setzen Sie sich immer Verlustlimits, auch in Form von „geistigen“ Stops, die Sie diszipliniert überwachen müssen.
Es gibt kein System, das den wahren Wert eines Unternehmens zuverlässig berechnen kann. Die Vergangenheit ist immer in den Kursen eingepreist. An der Börse werden Wetten auf die zukünftige Wert eines Unternehmens gehandelt wird und die Zukunft ist immer ungewiss, insofern gibt es auch keinen richtigen oder falschen Wert. Man kann jedoch anhand von Bewertungsmodellen versuchen festzustellen, ob ein Wert teuer oder billig ist, gemessen an den vorhandenen Informationen und Zahlen.
Die steuerliche Situation darf nicht in den Vordergrund gestellt werden, Traumkurse nur deshalb nicht zum Verkaufen einer Position zu nutzen, weil man noch nicht aus der Spekulationsfrist raus ist, ist falsch.
Vermögensverwaltung erfordert viel Know-How und ist harte Arbeit. Wenn Sie einen externen Vermögensverwalter mit der Verwaltung Ihres Vermögens betrauen möchten, müssen Sie diesen sorgfältig auswählen und insbesondere in der Anfangsphase der Zusammenarbeit gut überwachen. Vermögensverwaltungsdienstleistungen werden von Banken und bankenunabhängigen Vermögensverwaltern angeboten. Bei Banken ist zwar im allgemeinen die Haftungsmasse grösser, es besteht aber eher die Gefahr von Interessenkonflikten, da Banken oft an den Transaktionen (die sie als Vermögensverwalter selbst veranlassen) profitieren. Das eigene Geld einem Fremden anzuvertrauen, ist eine sehr schwere Entscheidung.
Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Vermögensverwalters
Anlagephilosophie des Verwalters passt zum Anleger Langjähriges Bestehen Guter nachweisbarer Track-Record Vernünftiger Analyse- und Verwaltungsansatz (Datenbanken, Netzwerk..) Stabile Personalsituation, geringe Fluktuation Institutioneller Ansatz, Team, Kontrolle, keine einsamen „Guru-Entscheidungen“ Keine One-Man-Show (zumindest „Vier-Augen-Prinzip“) Gute Referenzen (Depotbanken, Kunden, WP, Verband, keine negative Presse) Solide Depostellen, Sicherheit der Verwahrung Gutes Reporting Nur begrenzte Vollmachten (nur zur Ordererteilung, keine Verfügung über die Gelder) Keine Kickbacks beziehungsweise Offenlegung derartiger Rückvergütungen Lizenz der entsprechenden Aufsichtsbehörden liegt vor Persönliches Gespräch, Besuch der Büroräume Professionelle Ermittlung Ihres Anlegerprofils (Anlageziele, Erfahrung, Risikotoleranz) Keine unrealistischen Renditeversprechen Erreichbarkeit Gebührenhöhe
“Invest in what you know and know what you invest in”. (Paul Jones)
“You can’t make money by losing money”. (Jim Pallotta)
“Never make an investment unless you know how and when you will be able to exit”. (Mark Dalton)
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